auf dem Weg nach Düsseldorf – Tag 2 und 3

Ja so schnell kann es gehen. Da nimmt man sich die tägliche Berichterstattung hier im blog vor und schwupp ist Tag 4 und die Zeit rennt und treibt einen vorwärts.
Dienstag stand erst mal nichts an, bis ich dann auf eine sms aus der Nacht reagierte und so von unserem Termin mit der BILD am Nachmittag in Düsseldorf erfuhr.
Nach einigem hin und her war man übereingekommen den Termin mit dem Spitzenquintett durch zu führen, auch wenn zunächst nur unser Spitzenkandidat Joachim wiedermal ran sollte.
Nach dem Einwurf von uns: „Wir fünf oder es kommt gar keiner!“ erklärte man sich einverstanden.
Wir würden gerne die Arbeitsbelastung noch weiter unter uns fünf aufteilen und hoffen bei den nächsten Terminen mit unseren Spezialgebieten, beruflicher Qualifikation oder was auch immer auch als einzelner Teil des Quintetts für ein Interview angefragt zu werden.
Die Arbeitsbelastung für Joachim macht uns Sorge – jede Entlastung täte ihm sicher gut, auch wenn er aktuell vor guter Laune gerade zu sprüht.
Wir trafen uns mit der Journalistin der BILD auf einem Restaurantboot am Düsseldorfer Rheinufer.
Fazit war dann ein Gruppenfoto (ja, hust, mit Kanone und Schatzkiste) und ein Interview, welches vornehmlich doch mit unserem „Spitzenkandidaten“ geführt wurde. Wir saßen allerdings drum herum und warfen hier und da Antworten bezüglich der Fragen zum Programm ein.
Das ganze wird am Freitag veröffentlicht, man darf gespannt sein, was von zwei Stunden Interview letztendlich übrig bleibt.
Während wir noch auf dem Boot saßen, klingelte mein Handy. Der Bundespressesprecher fragte, was ich denn so am Donnerstagabend vorhätte, man suche noch jemanden für Maybritt Illner in Berlin und Herr Rösler und Frau Kraft wären wohl auch dort.
Ja richtig, mein Gesicht verlor in dem Moment trotz der strahlenden Sonne einiges an Farbe und das noch vom Wochenende vertraute Adrenalin meldetet sich wieder und trieb meinen Herzschlag gehörig in die Höhe.
Ich erklärte mich bereit. Irgendwann ist ja immer das erste Mal und wenn es denn so sein soll, dann bitte schön.
Etwas später hatte ich dann ein längeres Gespräch mit einer Dame aus der ZDF-Redaktion. Wir verblieben so, dass wir am nächsten Tag noch einmal final meine Teilnahme klären wollten.
Der Abend war entsprechend konfus. Die ganze Zeit schwirrten mir Ideen durch den Kopf, was ich alles sagen würde in der Sendung und wie sich ein worst case scenario gestalten könnte.
Vom souveränen Durchmarsch bis zu „mein größter fail im Wahlkampf“ spielte ich alle Möglichkeiten immer wieder durch.
Am nächsten Vormittag gab es dann die vorläufige Absage. Es hatten so viele Gäste umdisponiert, dass nun das ganze Thema umgestellt worden war und ich thematisch nicht mehr reinpasste. Sie brauchten jetzt jemand mit Parlamentserfahrung und haben sich für Christopher Lauer entschieden.
Wir verblieben bei der Option, dass mich die Redaktion für nachfolgende Sendungen gerne noch einmal kontaktieren kann.
Keine halbe Stunde später war dann auch schon der Hessische Rundfunk auf dem Plan. Ich habe jetzt am 4.April um 21:45 Uhr meine erste Live-Talkshow zum Thema Piratenpartei.
Letztendlich fühle ich mich bei der Reihenfolge der Termine nun doch wohler. Nicht das ich auch vor der Talkshow beim HR gehöriges Lampenfieber haben werde, aber es ist mit dem Thema Piratenpartei doch ein sicheres Terrain und für meinen ersten Fernsehauftritt sicher besser als die ZDF-Talkrunde.
Gestern Abend betrat ich das erste Mal unser neues Wahlkampfbüro. Es ist großartig! Ein anonymer Spender stellt uns bis zur Wahl großzügige Räumlichkeiten in Essen-Steele zur Verfügung.
Wir haben genug Platz für unsere Wahlkämpfer, die PC´s, Telefone und Drucker stehen bereit.
Ein Besprechungsraum und eine Dachterrasse runden das Bild ab.
Wenn ich da an unseren Wahlkampf 2010 denke, oh wow, was für ein Unterschied. Wir haben damals in einer kleinen Privatwohnung gesessen, in der bis unter die Decke Kisten mit Flyern standen und am Esstisch mit Küchenwaagen die Flyer Pakete abgewogen.
Na, ja das mit dem Flyer abwiegen machen wir heute auch noch so, aber ansonsten unterscheidet sich das doch schon gewaltig von dem letzten Wahlkampf.
Beeindruckt bin ich auch von den ganzen Menschen, die hier aktiv sind, die meisten davon agieren im Hintergrund, sie designen, formulieren, transportieren, installieren und und und und
An dieser Stelle schon einmal ein erstes dickes Dankeschön an alle!
In meiner Firma wird es langsam ernst. Zwei Kolleginnen standen in den letzten beiden Tagen schon bei mir im Raum und hatten Tränen in den Augen und als ich eben vor einer ersten Gruppe von Mitarbeitern saß, die ich informiert habe, ging es mir genauso.
Ich habe meine Arbeit sehr gerne und auch wenn ich mich unglaublich freue, wenn wir es schaffen in den Landtag einzuziehen, so gehe ich doch mit einem lachenden und einem weinenden Herzen aus meinem Unternehmen.
Morgen haben wir dann erst ZDF und dann ARD in unserem Wahlkampfbüro G2 – ich werde berichten!

2 Gedanken zu “auf dem Weg nach Düsseldorf – Tag 2 und 3

  1. Ein schöner Bericht, der Lust auf das macht, was nach kommen mag.
    Passt auf Joachim auf, damit er nicht, vollgepumpt mit Adrenalin, überdreht.

  2. Danke für en schönen, nachvollziehbaren Bericht. Ins kalte Wasser springen ist es sowieso. Gut, dass du die „Beckengröße“ noch dosieren konntest. Viel Glück!!

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